Martin Dambach, 17. September 2008

Google Trends

Einer meiner Lieblingsanwendungen im Internet kommt aus dem „Google Labor“ und heißt Google Trends. Die Häufigkeit von in Google gesuchten Begriffen kann ab dem Jahr 2004 pro Land und Region dargestellt werden. Es können bis zu 5 Begriffe miteinander verglichen werden:

Ein Beispiel: Parfüm, Lebkuchen, Kerze, Rasenmäher

http://www.google.com/trends

Die Interpretation ist allemal spannend und anregend: Rührt der Parfümpeak kurz vor Heiligabend von Xmas-shopping gestressten Männern, die auf den letzten Drücker noch ein Geschenk für Ihre Frau suchen? Der erste „Parfümpeak“ im Jahr 2006 dürfte von dem Kinofilm „das Parfüm“ stammen.

Wie wäre es mit online Werbung zu Lebkuchen bereits im September/Oktober? Die Nachfrage in Google läuft schon an. Oder recherchieren hier die Fachleute, die sich über die neuesten Trends auf dem Lebkuchenmarkt informieren möchten? Lebkuchen mit koffeeinhaltigem Guarana Extrakt, damit man an Weihnachten länger durchpowern kann? Google „sieht“ den Trend womöglich früher als Sie überhaupt daran denken!

Klar: Niemand benötigt Google Trends, um zu wissen, dass Konsumenten im Herbst anfangen Lebkuchen zu essen, und Papa im Winter eben nicht den Rasen mäht. Klar ist auch: die Kunden von stoll & fischbach eBusiness kennen Ihren Markt viel besser als wir.

Andererseits lohnt ein Blick in den Datenbestand des weltgrößten Datensammlers, wenn dieser schon ein Guckloch aufmacht.

Mit stoll & fischbach eBusiness sehen unsere Kunden besser.

Heinz Stoll, 30. April 2007

Angst vor Google ??

Schaffen es die angeblich “Neuen Medien” doch immer wieder zu überraschen! Alleine die Tatsache, dass nach über 20 Jahren “Online” das Internet immer noch von den “Klassiker” als “neu” bezeichnet werden, zeigt doch die Arroganz und Blindheit der “Old Economie”.
WPP Chef, Sir Martin Sorrell, hat doch wirklich Sorge, dass Google die klassischen Agenturprinzipien untergräbt. Und er bezeichnet Google doch tatsächlich als “Feind der Agenturen”.
Dass er mit einem Mediavolumen von rund 200 Millionen US Dollar zu einem grossen Teil von Google und weiteren Dienstleistern lebt und dessen Erfolg aktiv unterstützt, müsste ja auch ihm als Agenturboss klar sein.
Ja, Google hat es geschafft, sehr erfolgreich am Markt aufzutreten und mit einem milliardenschweren Sensations-Gewinn im 1. Quartal 2007 aufzuwarten. Gratulation!
Freuen wir uns doch alle, dass es nach der Börsenblase am Neuen Markt um die Jahrtausendwende jetzt endlich um reale Gewinne geht. Google hat die Bedürfnisse im Kommunikationsmarkt zur richtigen Zeit erkannt und hat mit dem richtigen Angebot reagiert.

Aus meiner Sicht ist die Angst vor Google genausowenig oder genausoviel berechtigt, wie die Angst vor jedem anderen erfolgreichen Unternehmen/Konzern unserer Erde.
Sir Martin, ist es nicht in erster Linie Ihre Angst davor, dass Sie doch irgendwann erkennen müssen, dass das Internet eine immer stärker werdende Rolle im Kampf um die Etats Ihrer Kunden einnehmen wird?
Mein Tipp: steigen Sie in den Markt aktiv mit ein, machen sie Google & Co. ernsthaft Konkurrenz. Jeder hat seine Chance, nutzen Sie Ihre.

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