Stefan Buchali, 09. Oktober 2008

Excel-Export aus RedDot

Kennen Sie das? Sie möchten im laufenden Betrieb ein Element einer Content-Klasse löschen, wissen aber nicht, ob es auf irgend einer Seite schon ausgefüllt wurde? Oder ein Optionslisten-Eintrag soll entfallen? Eine Bildvorbelegung ändert sich?
Wenn man also eine schnelle Übersicht über die eingepflegten Inhalte braucht?

Glück hat man, wenn das Projekt noch nicht über viele Seiten verfügt, und man sie schnell durchklicken kann. Aber wenn es mehrere 100 sind?

Für solche Fälle greifen wir bei stoll & fischbach eBusiness auf folgende Vorgehensweise zurück:

1. Instanzen-Export der betroffenen Content-Klasse

Der Instanzen-Export ist eine Standardfunktion des RedDot CMS, die am Knoten „Instanzen“ einer jeden Content-Klasse im Aktionsmenü verfügbar ist. Dabei werden alle (oder die manuell ausgewählten) Instanzen als XML-Dateien exportiert.
Sinnvollerweise erstellt man sich hierzu ein lokales Publizierungsziel auf dem CMS-Server.

2. Zusammenfassen der Dateien in einem einzigen XML

Per Konsole greift man anschließend auf dieses Publizierungsverzeichnis zu und fasst mit folgendem Windows-Befehl alle XML-Dateien in eine zusammen:

type *.xml > instanzen.xml

Diese instanzen.xml muss man dann noch XML-gültig machen, also die überflüssigen XML-Deklarationen entfernen, und ein Wurzelelement erstellen.

3. Öffnen mit Excel

Excel starten und das XML importieren. Fertig.

Stefan Buchali, 12. August 2008

Pinyin – oder: Wie sortiert man auf Chinesisch?

Moderne Content Management Systeme wie RedDot verfügen über Standardfunktionen, mit denen sich alphabetisch sortierte Listen wie Ersatzteillisten, Lexika, Glossare etc. einfach und komfortabel erstellen und pflegen lassen – auch mehrsprachig.

Aber funktioniert das auch außerhalb des lateinischen Alphabets? Auch dann, wenn die Liste nicht nur sortiert, sondern auch gruppiert werden soll (A-C, D-F, …)?

Dank Unicode ist die Sortierung an sich kein Problem. Doch wie soll man ein Alphabet gruppieren, das mehrere tausend Schriftzeichen enthält, wenn grad kein Praktikant greifbar ist?

Seit 1958 existiert mit „Hanyu Pinyin“, dem „Programm zur Fixierung der Laute im Chinesischen“, die offizielle chinesische Romanisierung des Hochchinesischen in der Volksrepublik China.

Pinyin (gespr.: „Pinin“) ordnet jedem chinesischen Schriftzeichen den phonetisch passenden lateinischen Buchstaben zu. Es ist seit 1982 ein ISO-Standard.

Der CMS-Redakteur erhält also die Möglichkeit, zusätzlich zu den chinesischen Begriffen den Pinyin-Buchstaben einzupflegen.
Der Programmierer hinterlegt hierzu im CMS-Template folgende Logik: In der chinesischen Sprache wird zur Eingruppierung des Begriffs das Datenfeld abgefragt, das den Pinyin-Buchstaben enthält. In allen anderen Sprachen dagegen wird der erste Buchstabe des Begriffs herangezogen. So lassen sich die Begriffe in allen Sprachen anhand des lateinischen Alphabets gruppieren.

Eine unserer Umsetzungen dieser Pinyin-Methode mit dem CMS RedDot finden Sie unter
http://www.etas.com/zh/glossary_information_from_p_to_r.php.

Neugierig auf die japanische Umsetzung, bei der man „Hiragana“ und „Katagana“ beachten muss?
Die erklären wir Ihnen gerne mal persönlich.